21.04.2022

Chiffren einer Stadt


Im Rahmen der Phototriennale Hamburg zeigt das Jenisch Haus Fotografien von Hans Meyer-Veden. Der Fotograf Hans Meyer-Veden hat Hamburg über mehr als drei Jahrzehnte hinweg in ausdrucksstarken Bildern festgehalten. Geboren 1931 in Stade und 1982 nach Altona gezogen, hat Meyer-Veden den urbanen Raum in seiner Vielfalt und seinem Wandel bis zu seinem Tod 2018 in einer ihm eigenen Bildsprache fixiert. Auffallend ist dabei die Abwesenheit der Menschen: Im deutlichen Gegensatz zu den Vertretern der klassischen Street Photography rückte Hans Meyer-Veden die Bewohner der Stadt nicht in den Fokus seiner Aufnahmen und übte den ungewöhnlichen Blick. Ganz ähnlich verfährt er im Umgang mit der Natur. So treten auch in dem Bildzyklus An der Elbe die bekannten Abschnitte des Flusses, wie sie sich dem konventionellen Bildgedächtnis eingeprägt haben, in den Hintergrund oder zeigen sich in neuer Perspektive. In den Mittelpunkt rücken dagegen Motive, die eingeübte topografische und ästhetische Wahrnehmungsmuster verändern.