Das Buch
Was ist Entfremdung? Zeigt die Zunahme an Burnouts und Depressionserkrankungen an, dass die kritische Annahme, der Mensch habe sich in der Moderne von sich selbst entfremdet, heute mehr zutrifft denn je? Oder ist diese Diagnose hoffnungslos veraltet, weil sie schon von problematischen Vorannahmen wie einem ›wahren Wesen des Menschen‹ ausging? Nachdem es eine Zeit lang still war um die Entfremdungstheorie, hat sie heute wieder Konjunktur. Der vorliegende Band diskutiert diese neueren Forschungen unter anderem von Autoren wie Alain Ehrenberg und Hartmut Rosa vor dem Hintergrund einer Bestandsaufnahme der älteren Theorien von Rousseau über Marx und Simmel bis zu Herbert Marcuse. Für die zweite Auflage wurde er um ein aktualisierendes Nachwort ergänzt, das die Linien der Argumentation weiter auszieht und auf einige Kritiken antwortet.
AUTOR / AUTORIN
Christoph Henning
Christoph Henning ist Philosophie-Fellow am Max-Weber-Kolleg der Universität Erfurt und Mitarbeiter beim SFB »Strukturwandel des Eigentums«. Zuvor forschte und unterrichtete er an der TU Dresden, der Zeppelin Universität und der Universität St. Gallen.
Presse
»Spannend ist Hennings Rekonstruktion allein schon dadurch, dass sie einen Überblick gibt über die großen Linien der Diskussion, anstatt nur eine technische Kontroverse um den Entfremdungsbegriff aufzuzeigen.«
Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie