Das Buch
Die Arbeiten der Biologin und feministischen Theoretikerin Donna Haraway sind in den vergangenen Jahren auf große Resonanz gestoßen. Zentrale Thesen ihres Werks und einzelne Begriffe, etwa ihr Postulat einer Situierung von Wissen, die Figur der Cyborg oder ihr berüchtigter Aufruf, sich mit unterschiedlichen Spezies verwandt zu machen, sind aus kultur- und sozialwissenschaftlichen Debatten kaum mehr wegzudenken. Haraways Texte werden nicht nur in akademischen Zirkeln, sondern auch in der Umweltbewegung und in künstlerischen Kontexten intensiv rezipiert. Trotz dieses regen Interesses liegt bislang keine systematische Einführung in ihre vielschichtigen Arbeiten vor. Der vorliegende Band schließt diese Lücke. Er bietet einen verständlichen Einstieg in Haraways Werk und zeigt dessen theoretische Perspektiven und Grenzen auf.
AUTOR / AUTORIN
Katharina Hoppe
Katharina Hoppe ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der Goethe-Universität Frankfurt. Forschungsschwerpunkte: soziologische, politische und feministische Theorie sowie Soziologie sozialer Ungleichheit.
Presse
Hoppe schafft es, die Balance aus Verortung und Offenheit zu halten, die auch Haraways Denken charakterisiert. Ihr Einführungsband wird damit zum brauchbaren companion auf (studentischen) Spaziergängen durch Haraways dichten Dschungel aus Sozial-, Natur- und Kulturwissenschaften, begleitet von Primaten, Kritter, Cyborgs und Hunden.
Soziopolis
Hoppe überzeugt durch ihre Strukturierung von Haraways Werk entlang bedeutsamer Figuren und Figurationen. Sie zeigt, wie in Haraways Figuren Fakt und Fiktion, Materialität und Diskurs in einer Weise zusammenfließen, die marxistische, postmoderne und feministische Ansätze in kritischer wie utopischer Absicht vereinen kann und verschiedenste Geisteswissenschaften befruchtet.
socialnet.
Katharina Hoppe gibt in diesem Buch interessierten Studierenden die Mittel dazu an die Hand, sich auf die teils verschlungenen Pfade von Donna Haraways Denken zu begeben. Gleichzeitig bietet sie fortgeschritteneren Wissenschaftler:innen eine fundierte und kontextualisierte Systematisierung ihres Werks. Dabei besticht das Buch durch eine klare Sprache und eine immer nachvollziehbare Argumentation. Wie schon zuvor das zusammen mit Thomas Lemke verfasste »Neue Materialismen zur Einführung« (2021) hat auch Katharina Hoppes »Donna Haraway zur Einführung« großes Potenzial, zum Klassiker zu avancieren.
Soziologische Revue