Das Buch
Seit Mitte der 1990er Jahre hat sich die deutschsprachige Theater- und Tanzszene radikal gewandelt. Mit dem Aufkommen einer international vernetzten freien Szene ist das Stadttheater nicht mehr länger die einzige Institution, die sich mit der Produktion und Distribution von Aufführungen beschäftigt. Diese Entwicklung geht einher mit der Herausbildung neuer Formate, die von der Repräsentation abrücken und andere Wege des Theaters und Tanzes für unsere von Migration und Globalisierung geprägten Gesellschaften suchen. Das Buch versammelt diese Veränderungen unter dem Begriff der Situation und gibt einen Überblick über die diversen neuen Formen vom Expertentheater bis zum immersiven Theater und, im Bereich des Tanzes, der Auslotung neuer Formen von Gemeinschaft sowie eines anderen Verhältnisses von Mensch und Tier.
AUTOR / AUTORIN
Gerald Siegmund
Gerald Siegmund ist Professor für Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Forschungsschwerpunkte u.a.: Theater seit den 1960er Jahren, Theatertheorie, Ästhetik, Entwicklungen im zeitgenössischen Tanz und im postdramatischen Theater im Übergang zur Performance und zur bildenden Kunst.
Presse
Auf den über 200 folgenden Seiten entwickelt Siegmund in dichter Abfolge von theoretischen Ausführungen und praktischen Beispielen einen sehr umfassenden Zugang, um die Veränderungen von Theater und Tanz seit der Jahrtausendwende in Schlagwörtern zu bündeln.
literaturkritik.de
Der Band erfüllt einerseits das Ziel, ein vielfältiges Spektrum an Produktionen und deren diskursiven Resonanzen zu präsentieren bzw. all denjenigen zugänglich zu machen, die sich ohne Vorkenntnisse in die Geschichte und Gegenwart des Genres vertiefen möchten. Darüber hinaus geht der Band weit über die Zielsetzung hinaus, ein deskriptives Werk mit Einführungscharakter zu sein, insofern er bei der Kommentierung von Inszenierungsbeispielen eine aufschlussreiche Leitthese entfaltet.
[rezens.tfm]