HamburgLesen 2022

Der Buchpreis HamburgLesen rückt Hamburg-Bücher und damit die umfangreiche Hamburgensien-Abteilung der Staats- und Universitätsbibliothek in den Mittelpunkt. Aus 180 Büchern wurden auch dieses Jahr wieder die sieben besten Titel ermittelt. Wir freuen uns, mit Sounds of Hamburg von Alf Burchard und Bernd Jokmanns auf der »Shortlist« vertreten zu sein: »Sounds of Hamburg« erzählt von sechs Jahrzehnten ­Musik, von Stilen und ­Strömungen, die den Klang und den ­Rhythmus der Stadt geprägt ­haben, und zeigt eine große Fülle an ­Platten und Interpreten: von Bert ­Kaempfert bis DJ Koze, von den ­Rattles bis Abwärts, von Udo Lindenberg bis Die Sterne, von Xmal Deutschland bis Haiyti.

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Ausstellung »Classic Cars Hamburg«

In einer Fotoausstellung zum Buch Classic Cars Hamburg zeigt die Fachbuchhandlung DISCH im November neben Highlights aus dem Bildband auch neue Motive als große Art-Prints auf Alu-Dibond. Zur Vernissage am Donnerstag,17.11. um 19 Uhr lesen die Autor*innen Dominique Schnizer und Tatjana Dübbel kurze Geschichten, zu denen sie von den Fotografien inspiert worden sind. Als besonderer Gast wird an dem Abend der sogenannte »Flügeltürer«, ein Mercedes-Benz 300 SL, in der Schenkendorfstraße 17 A vorfahren.

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Krimi-Lesungen

EINE VILLA IN NIENSTEDTEN, eine große Liebe. Anna-Lena Benzow hat ihr spätes Glück gefunden. Doch dann beginnt mit einer Alzheimer-Erkrankung ihre Reise ins Land des Vergessens. Als ihr Mann auf tragische Weise stirbt, wittern ein windiger Gastronom und ein krimineller Notar ihre Chance auf ein großes Vermögen – und ein gescheiterter Chemiker sinnt auf Rache. Doch Anna-Lena Benzow kämpft um ihr Leben. Und sie ist nicht allein ...

Hanns-Stephan Haas und Peter Wenig lesen aus ihrem Krimi-Debut u.a.:
19. OKTOBER Störtebeker in der Elbphilharmonie
26. OKTOBER Winterhuder Bücherstube
2. NOVEMBER Störtebeker in der Elbphilharmonie
4. NOVEMBER Hamburger Krimifestival, Kampnagel
10. NOVEMBER Buchhandlung Kortes in Blankenese

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Wir trauern um Thomas Henning.

Vor zehn Jahren sprach uns ein Druckerei-Mitarbeiter ganz beiläufig an. Er habe einen Bekannten und der habe ein paar alte Bilder aus der Schanze. Als der Fotograf Thomas Henning uns dann seine Farbdias zeigte, wären wir beinahe vom Stuhl gefallen. Feinste New Colour Photography aus dem Hamburg der 1970er und 1980er Jahre, woraus schnell Bücher wie Schanze, 1980, Straßenfotos. Hamburg um 1975 und Sperrmüll, 1983 wurden. Jetzt haben wir erfahren, dass Thomas Henning gestorben ist. Von sich selbst und seiner Fotokunst hat er wenig Aufhebens gemacht, obwohl er um seine unvergleichliche Könnerschaft wusste. Die Nachwelt wird sein Werk noch entdecken und staunen – wie so oft in Hamburg zu spät. Wir sind sehr traurig und werden Thomas Henning und seinen eigenbrötlerischen Humor vermissen.

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Crowdfunding-Ziel erreicht!

 

Als große Hafenmetropole ist keine deutsche Stadt so eng mit der westlichen Tätowiergeschichte verbunden wie Hamburg. Heute zeichnet sich die Stadt durch eine große Vielfalt an Studios und eine lebendige Tattoo-Kultur aus. »Hamburg tätowiert« zeigt diese Kultur in einem detailgenau recherchierten und professionell fotografierten Buch.

Zusätzlich zu den Kosten für Layout, Bildbearbeitung, Lektorat und Druck sind wir bei diesem Projekt mit sprunghaft gestiegenen Material- und Produktionskosten konfrontiert. Und auch die unzähligen Fotografien und die zeitaufwendigen Interviews sollen fair vergütet werden. Deshalb das Crowdfunding. Die Teilfinanzierung über die Kampagne erlaubt es uns, das Buch allen aktuellen Widrigkeiten zum Trotz zu veröffentlichen zu können.

Update (14. September): Dank der bisherigen Unterstützung haben wir das erste Kampagnenziel erreicht. Damit kann das Projekt wie geplant realisiert werden. Wir danken allen unseren Unterstützer*Innen – ihr habt das Projekt möglich gemacht!

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Sigmund-Freud-Preis 2022

Iris Därmann erhält den Sigmund-Freud-Preis 2022. Wir gratulieren unserer Autorin sehr herzlich zu der Auszeichnung mit dem Preis für wissenschaftliche Prosa, der seit 1964 jährlich von der »Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung« verliehen wird.

In der Begründung der Jury heißt es, Iris Därmann gelinge es »in ihren kulturwissenschaftlichen Arbeiten auf eindringliche Weise, philosophische Denktraditionen mit kulturellen Praktiken und politischen Entwicklungen kritisch abzugleichen. Wenn sie traditionell gefestigte Kategorien des Eigenen und des Fremden mit ethnologisch geschärfter Sensibilität analysiert und in Frage stellt, ergeben sich ebenso neue Perspektiven auf politische Handlungsspielräume wie in ihren jüngeren Untersuchungen zur Geschichte der Gewalt und des Widerstands. Dabei geht der theoretische Anspruch stets mit einer Klarheit des Ausdrucks und einer Differenziertheit des Arguments einher, die Iris Därmanns Bücher zu einem anschaulichen wie lehrreichen Beispiel aufgeklärter Wissenschaftsprosa machen.«

Iris Därmann, geboren am 17. März 1963 in Witten, ist Professorin für Kulturtheorie und Kulturwissenschaftliche Ästhetik am Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Bildpraktiken und Bildtheorien, Ökonomien des Gabentausches, politische Zoologie und Philosophie im kolonialen Kontext. Bei Junius sind in der Reihe »Zur Einführung« die Bände »Theorien der Gabe« und »Kulturtheorien« erschienen.

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Shortlist »Schönstes Regionalbuch«


Sounds of Hamburg. Die Musik der Stadt: 1960–2020 wurde nominiert als Deutschlands schönstes Regionalbuch. Aus rund 100 Einreichungen hat die Jury die neun schönsten Bücher mit regionalem Bezug für 2022 gewählt. Die Jurysitzung fand am 14. September in der Erlanger Buchhandlung Ilse Wierny statt. Gewonnen hat unser Buch leider nicht, aber wir freuen uns über die Platzierung unter den besten vier Titeln!

Mit Fotografien von Bernd Jonkmanns und Texten von von Alf Burchardt erzählt »Sounds of Hamburg« von sechs Jahrzehnten ­Musik, von Stilen und ­Strömungen, die den Klang und den ­Rhythmus der Stadt geprägt ­haben, und zeigt eine große Fülle an ­Platten und Interpreten: von Bert ­Kaempfert bis DJ Koze, von den ­Rattles bis Abwärts, von Udo Lindenberg bis Die Sterne, von Xmal Deutschland bis Haiyti. Nach was klingt Hamburg? Nach Beat und Rock, nach Punk und Neuer Welle, nach Hip-Hop und Elektro!

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Ausstellung »Chiffren einer Stadt«

Im Rahmen der Phototriennale Hamburg zeigt das Jenisch Haus Fotografien von Hans Meyer-Veden. Der Fotograf Hans Meyer-Veden hat Hamburg über mehr als drei Jahrzehnte hinweg in ausdrucksstarken Bildern festgehalten. Geboren 1931 in Stade und 1982 nach Altona gezogen, hat Meyer-Veden den urbanen Raum in seiner Vielfalt und seinem Wandel bis zu seinem Tod 2018 in einer ihm eigenen Bildsprache fixiert. Auffallend ist dabei die Abwesenheit der Menschen: Im deutlichen Gegensatz zu den Vertretern der klassischen Street Photography rückte Hans Meyer-Veden die Bewohner der Stadt nicht in den Fokus seiner Aufnahmen und übte den ungewöhnlichen Blick. Ganz ähnlich verfährt er im Umgang mit der Natur. So treten auch in dem Bildzyklus An der Elbe die bekannten Abschnitte des Flusses, wie sie sich dem konventionellen Bildgedächtnis eingeprägt haben, in den Hintergrund oder zeigen sich in neuer Perspektive. In den Mittelpunkt rücken dagegen Motive, die eingeübte topografische und ästhetische Wahrnehmungsmuster verändern.

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Vorschau auf das Herbstprogramm

Wir genießen gerade die ersten sommerlichen Tage und freuen uns auf entspanntes Arbeiten, wenn ganz Hamburg in die großen Ferien fährt, da liegt hier im Verlag schon die Vorschau mit den Herbsttiteln auf dem Tisch. Mit einem Blick aus dem winterlichen Blankenese auf die Elbe präsentieren wir unser neues Programm: Neben Frankfurt-, Lübeck- und Hamburg-Büchern gibt es Einführungen zu weitgespannten Themen. Blättert doch schon mal durch unsere Vorschau (als PDF), wenn ihr wissen wollt, was euch im Herbst erwartet.

Neue Frankfurt-, Lübeck- und Hamburg-Bücher

Bevor wir uns auf ins winterliche Blankenese machen, begeben wir uns zunächst auf einen Abstecher ins Lübeck der 1970er Jahre: Die Augen der Lübecker Nachrichten zeigen die Stadt im Umbruch zwischen Abriss und Altstadtrettung und setzen die ersten beiden Bände mit Lübeck-Fotografien von Hans Kripgans aus den 1950er und 1960er Jahren fort. • In Frankfurt sind wir mit der Architekturführer-Reihe schon in den 1990er Jahren angekommen: Der neue Band Frankfurt 1990–1999 zeigt ein sehr internationales Frankfurter Architektur-Jahrzehnt. • Zeitgenössische Architektur präsentiert das Jahrbuch mit den wichtigsten Hamburger Bauten und Projekten aus 2022/23. • Knapp zwei Jahrzehnte hat der Hamburger Fotograf Walter Lüden »seine« Stadt mit der Kamera porträtiert, von 1947 bis Mitte der 1960er Jahre. Auch in Blankenese, wo er mehrere Jahre wohnte, war Lüden häufig mit seiner Leica oder der Hasselblad unterwegs. Erstmals erscheinen jetzt seine Aufnahmen von Hamburgs »schönster Tochter an der Elbe« ausgewählt und gesammelt in einem Buch. • Das Hamburger Hausbuch nimmt die überkommene Form des Familienbuchs auf, reichert sie mit viel nützlichem und unnützem Wissen für moderne Hamburger*innen an und verbindet zeitgemäßes Design und moderne Illustrationen mit Elementen des konventionellen Hausbuchs. • Hamburg tätowiert portätiert 14 Privatstudios und Ateliers der Stadt von der Ältesten Tätowierstube Deutschlands über die Neuerer der 1990er Jahre bis zur jüngsten Generation. • In Classic Cars Hamburg nutzt der Fotograf Sven Grot die Hansestadt als Bühne für die unterschiedlichsten Young- und Oldtimer vom Alltagsauto bis zum Luxusgefährt. • Und in ihrem ersten Hamburg-Krimi Vergiss den Tod erzählen Hanns-Stephan Haas und Peter Wenig von einem verwickelten Fall ruchloser Erbschleicherei: Eine große Liebe endet mit einer Tragödie. Anna-Lena Benzow, an Alzheimer erkrankt, verwechselt in der unfallträchtigen Hamburger Waitzstraße Gas und Bremse und verletzt ihren Mann tödlich. Die vermögende Witwe lebt fortan allein in der Villa in Nienstedten und fühlt sich zunehmend bedroht …

Neue Einführungen

Donna Haraways Texte werden intensiv rezipiert. Trotz dieses regen Interesses liegt bislang keine systematische Einführung in ihre vielschichtigen Arbeiten vor. Der Band von Katharina Hoppe schließt diese Lücke. • Es gibt nicht den Kapitalismus, sondern zahlreiche Spielarten – so die zentrale These, die Julian Garritzmann in dieser Einführung in die vergleichende politische Ökonomie aufnimmt und vertieft. • Im Kontext der großen Krisen und Konflikte der jüngeren Vergangenheit ist Solidarität als Idee und Praxis so allgegenwärtig wie lange nicht. Andreas Busen und Stefan Wallaschek legen die erste systematische Gesamtdarstellung unterschiedlicher theoretischer und konzeptioneller Zugänge zum Thema vor. • Sind Verfassungen rechtliche oder politische Normen? Wer kontrolliert legitimerweise die Vorgaben einer Verfassung? Gibt es Verfassungen außerhalb staatlicher Ordnungen? Die Debatten u.a. um diese Fragen stellen Christoph Möllers und Sabine Müller-Mall in einem systematisch-historischen Durchgang dar.

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Recherchestipendien

 

 

Im Sommer 2020 haben die Behörde für Kultur und Medien und das Literaturhaus Hamburg unter der Federführung von Dr. Antje Flemming und Dr. Carolin Löher den Stadtführer Raus! Nur raus! – Unterwegs zu Lieblingsorten der Hamburger Literatur herausgegeben. 53 Autorinnen, Übersetzer, Veranstalterinnen und Buchhändler zeigten in sehr persönlichen Texten die mannigfaltigen Literaturorte der Stadt – darunter die Buchhandlung Lüders, den Silbersack, die U3, den Hammer Park, das Nachtasyl und viele andere. Die bisher mit dem Buchverkauf erzielten Erlöse kommen nun den Hamburger Literaturschaffenden als sechs Recherchestipendien à 3000 Euro zugute. Die erste Ausschreibungsrunde, in der drei Stipendien vergeben werden, beginnt sofort.

 

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