Vorschau auf das Frühjahrsprogramm

Mit den Titeln des Frühjahrs geht’s wie immer auf Tour durch Hamburg, seine Umgebung und die Stadtnatur: Der Stadtführer Koloniales Hamburg führt in vier Stadtteilrundgängen und zwei Radtouren zu einem verdrängten Teil der Stadtgeschichte, dessen Aufarbeitung gerade erst begonnen hat. Denn zwar sind im Stadtbild die baulichen Spuren dieser Vergangenheit nach wie vor unübersehbar, aber unsichtbar gemacht werden konnten die Hintergründe und Folgen der Rolle Hamburgs als Kolonialmetropole trotzdem. • Hej Hamburg lautet die Einladung dieses Guides für fortgeschrittene Städte-Entdecker*innen: Es geht direkt in die Stadtteile zu den Lieblingsorten der Leute, die hier wohnen: zu Cafés und Restaurants, originellen Concept Stores und kleinen Läden, daneben zu Parks und Plätzen am Wasser sowie individuellen Hotels für Freund*innen guten Designs. • Wenn wir uns noch nicht wieder in den Badeurlaub aufmachen können oder möchten, muss das Strandfeeling halt zu uns kommen: mit dem ersten Stadtführer zu Hamburgs Inseln und Stränden – denn was die Stadt auf engem Raum an Gewässern und Badestellen bietet, ist in seiner Vielfalt deutschlandweit einzigartig. • Hamburg in fünf Sprachen: Ob in Vorfreude auf oder Erinnerung an die Hamburg-Reise: Der kompakte Bildband von Gudrun Petersen zeigt die Stadt zugleich aus der touristischen Perspektive und so, wie die Hamburger sie sehen. • Morgenbad in der Alster, op ’n Swutsch in Planten un Blomen und Söötkraam snabbeln op ’n Dom: Hummel Hilde nimmt uns mit »op ehr Tour dörch Hamborg« – eine spaßige Geschichte in Reimen für alle, die Lust auf Platt haben und gern malen. Nicht nur für die Lütten, sondern genauso für die Groten.

In der Reihe »Zur Einführung« erscheinen dieses Frühjahr vier neue Titel und zwölf Neuauflagen: Arbeit ist keine feststehende, invariable Größe, sondern historischen sowie perspektivischen Interpretationen und Deutungen unterworfen. Der Einführungsband von Alexandra Manske und Wolfgang Menz gibt einen Überblick über zentrale Theorien und Diagnosen von Arbeit in der modernen Gesellschaft – von der Industriegesellschaft bis in die Gegenwart, von Karl Marx bis hin zu aktuellen soziologischen Analysen. • Die Werke Immanuel Kants prägen philosophische und gesellschaftliche Debatten bis heute. Das ist nicht selbstverständlich, da Kant der Ruf eines unzugänglichen, trockenen Systematikers vorauseilt. Ein zweiter Blick lässt aber andere Seiten hervortreten: Arno Schubbach zeigt Kant als  polemisierend gegen die philosophische Tradition, die ihn selbst prägte, als streitlustig und als Teilnehmer an den aktuellen wissenschaftlichen Debatten und Entwicklungen seiner Zeit. • Queere Theorien analysieren, wie Sexualität und Geschlecht im Kontext der Geschichte und Gegenwart von Kapitalismus, Nationalstaat, Rassismus und (Post-)Kolonialismus reguliert und geformt, aber auch zum Ausgangspunkt für emanzipatorische Bewegungen werden. In seiner Einführung erläutert Mike Laufenberg die wichtigsten Positionen und Debatten in den Queer Studies mit Schwerpunkt auf jüngeren Theorieentwicklungen, die in der deutschsprachigen Öffentlichkeit bislang nur selektiv zur Kenntnis genommen wurden. • Der Einführungsband zur Rhetorik von Melanie Möller macht schließlich den Versuch, das Phänomen Rhetorik als Möglichkeit kritischen Denkens zu erschließen. Aus diesem Blickwinkel wird die Redekunst in allen ihren Voraussetzungen und Wirkweisen sowie in ihren praktischen Belangen systematisch dargestellt. Von besonderem Interesse ist dabei ihr Einfluss auf die großen geistesgeschichtlichen Bewegungen.

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St. Pauli. Fotografien 1975–1985

 

Vom 25. November 2021 bis zum 20. Januar 2022 zeigt die Galerie Freelens (Alter Steinweg 15) Fotografien von Enno Kaufhold aus dem Bildband »St. Pauli. Fotografien 1975-1985«. Die Ausstellung wird am 25. November um 18 Uhr eröffnet.
Reeperbahn, Große Freiheit, Davidwache, Herbertstraße, Goldener Handschuh, Sex-Theater und Peep-Shows – nicht weniger stereotyp als die Orte, die den Mythos St. Pauli bilden, sind die zugehörigen Bildwelten. Doch St. Pauli war stets auch gelebter Alltag. Wie es in dieser Zwischenwelt aus Rotlichtmilieu und gewöhnlichem Kiezleben aussah, hat Enno Kaufhold in den Jahren von 1975 bis 1985 mit der Kamera festgehalten. Als Student der Kunst- und Fotogeschichte und vom Anspruch der sozial-dokumentarischen Fotografie jener Jahre ausgehend suchte er einen unverstellten Blick auf den Stadtteil, den er in unregelmäßigen Abständen bei Tag und bei Nacht durchstreifte, um mit versteckter Kamera zu fotografieren.

 

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Hamburger Wochenmarktküche



Die drei Freundinnen Nicola, Cornelia und Meike lieben es, auf den Wochenmarkt zu gehen. Zarte Kräuter, zu kleinen Sträußchen gebunden, saftige Tomaten, süß duftende Erdbeeren, ein Schnack im Vorübergehen – der Marktbesuch ist ein Fest für alle Sinne! Und in den Pausen, wenn Nicola ihr Skizzenbuch herausholt, bekommt der Markt seine ganz eigenen Konturen und Farben. Bei einer der Espresso-Pausen entstand die Idee für das Koch- und Skizzenbuch Unsere Hamburger Wochenmarktküche. Wer sehen möchte, wie und wo das Buch entstanden ist, wirft einen Blick in die NDR-Mediathek: Ein Kamerateam des NDR hat die Autorinnen beim Marktbesuch begleitet.

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